Haben Sie Fragen?
Kontaktieren Sie uns.
Die Konzeptstudie zeigt, dass die Schweizer Justiz nicht nur mit dem Übergang von papiergestützten Verfahren zur vollständig elektronischen Aktenführung vor einem grundlegenden Wandel steht. Die Einführung der eAkte und des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV) ist auch eine technologische Herausforderung. Die bestehenden IT-Systeme sind überwiegend monolithisch aufgebaut, technologisch veraltet und wenig flexibel. Sie erschweren die Integration neuer Funktionen, verursachen hohe Wartungsaufwände und führen zu einer starken Abhängigkeit von wenigen Anbietern.
Die Studie empfiehlt eine modulare, ereignisorientierte Architektur mit klar definierten Schnittstellen und Event Sourcing für Revisionssicherheit. Die Modularisierung und das domain-driven Design ermöglichen lose gekoppelte Komponenten und flexible Erweiterbarkeit. Ein zentraler Eventhub mit Eventstore stellt die systemweite Kommunikation und Nachvollziehbarkeit sicher. Über Adapter werden spezialisierte Komponenten integriert, was Flexibilität und Investitionsschutz gewährleistet.
Für den Betrieb (on-premise, Kooperationsmodell oder externe Dienstleister) werden als technische Grundlage containerbasierte Plattformen empfohlen, da sie Vorteile hinsichtlich Skalierbarkeit, Flexibilität und Wartbarkeit bieten.
Verwendung und nächste Schritte
All dies ist als Empfehlung respektive als strategische Orientierung zu verstehen, da diese Grundsätze heute nicht flächendeckend umgesetzt sind oder zwingend zum Einsatz kommen müssen. Sie können von den Behörden der (Straf-)Justiz bei Ausschreibungen oder als Grundlage zur Diskussion mit bestehenden Lieferanten verwendet werden.
Die Studie ist seit Dezember 2025 auf Deutsch hierunten verfügbar. Sie wird bis Ende Januar 2026 in französischer Sprache veröffentlicht.
Publikation
Diese Studie bietet eine Empfehlung sowie eine strategische Orientierung für die Ausschreibung einer Fachanwendung für alle (Straf-)Justizbehörden.
Publikation: 2025
Publikation
Diese Studie klärt die Auswirkungen des neuen Polizeivertrags mit Deutschland und das Potenzial für eine digitale Bearbeitung und Übermittlung von VHE ab.
Publikation: 2024
Publikation
Hier finden Sie die Strategie zur Digitalisierung des Justizvollzugs, erarbeitet von der KKLJV, den Kantonen, dem SKJV und HIS.
Publikation: 2023
Publikation
In diesem Konzept geht es darum, wie das Erfüllen der Mitteilungspflicht in Zukunft durch Automatisierung vereinfacht werden kann.
Publikation: 2022
Publikation
HIS hat verschiedene Speech-to-Text-Lösungen untersucht und stellt sie in einem Bericht gegenüber – spezifisch für den Einsatz in der Justiz.
Publikation: 2021
Publikation
Dieses Konzept beinhaltet die Grundlagen für die elektronische Paginierung und das automatisierte Erstellen von Aktenverzeichnissen.
Publikation: 2020
Kontaktieren Sie uns.