HIS Schweiz unterstützt die digitale Transformation in der Schweizer Strafjustizkette. Wir beraten, analysieren, entwickeln, implementieren und leisten Support. Durch Digitalisierung und Standardisierung optimieren wir die Arbeitsabläufe und schaffen so wichtige Grundlagen für den elektronischen Rechtsverkehr zwischen Behörden und Kantonen.
Spezifisch auf die Strafjustiz abgestimmte Digitalisierungsleistungen gewährleisten einen sicheren elektronischen Daten- und Dokumentenfluss. Unsere Fachpersonen entwickeln und implementieren eCH-Informatik-Standards. Diese ermöglichen einen medienbruchfreien Austausch von Daten zwischen Fachanwendungen von Partnern der Strafjustizkette. Wenn verschiedene Behörden mit ähnlichen Bedürfnissen an uns herantreten, bieten wir ihnen vorteilhafte Allianz-Services an.
Übersicht
Welche HIS-Services kommen in welchem Bereich der Strafjustiz zum Einsatz? Das zeigt unsere Tabelle, in der auch die Zuständigkeiten des Projekts Justitia 4.0 aufgeführt sind.
Elektronischer Rechtsverkehr, elektronische Aktenführung und Standardisierung: Diese drei Themengebiete der Tabelle sind unabdingbar für einen komplett elektronischen Daten- und Dokumentenfluss. Deshalb gehören sie zu den HIS-Programmzielen.
Das Projekt Justitia 4.0 trägt massgeblich dazu bei, dass diese Ziele erreicht werden können. Zudem ist es für den Bau der Justizplattform justitia.swiss sowie die Justizakten-Applikation (JAA) verantwortlich. Das Projekt Justitia 4.0 konzentriert sich auf die Staatsanwaltschaften und Gerichte. Im Idealfall können die Angebote künftig von allen Akteuren der Strafjustizkette genutzt werden.
Beschreibung der Handlungsfelder:
Gesetzliche Grundlagen Erarbeitung gesetzlicher Grundlagen mit externer Fachkompetenz in entsprechenden Fachgruppen.
Daten- und Dokumentenfluss, Elektronischer Rechtsverkehr (ERV) Nutzung der Plattform justitia.swiss für sicheren Austausch und effiziente Abwicklung von Verfahren.
Standardisierung Harmonisierung von Verfahrenshandlungen und Rechtsbelehrungen sowie Definition von Informatik-Schnittstellen und Standards der Strafjustizkette (Sicap) als Grundlage für Rapportsysteme und interne Weisungen.
Elektronische Aktenführung Digitale Führung und Verwaltung von Justizakten zur effizienten Bearbeitung und sicheren Ablage.
Personen- und Platzsuche Zentraler Zugriff auf Informationen zu Personen und Haftplätzen für effiziente Planung und Koordination im Justizvollzug.
Studien und Proof-of-Concept (PoC) Identifikation und Definition, Sicherstellung oder Unterstützung der Finanzierung, Vermittlung von Industriepartnern, Begleitung der Realisierung sowie Publikation und Verbreitung der Ergebnisse.
Allianzen Erbringung von Services ohne gesamtschweizerisches Interesse, die solidarisch finanzierbar sind.
Monitoring Sammeln, Auswerten und Verbreiten von Informationen zum Fortschritt der digitalen Transformation sowie Auskunfts- und Vermittlungsfunktion für Stakeholder.
Sharing-Modell Identifikation wiederverwendbarer Services, Einflussnahme auf PoC zur Sicherstellung der Sharing-Fähigkeit sowie Publikation und Betreuung von Shared Services.
Transformation Change-Management-Support für Entscheidungsträger, Information und Sensibilisierung der Mitarbeitenden, Unterstützung bei Prozessumstellungen und Kulturwandel.
Community Community-Building und Wissensvermittlung durch interne und externe Referenten mehrmals jährlich.
Neue Technologien Beobachtung von technologischen Trends und Analyse für den Einsatz in der Strafjustiz.
Wirkungsbereiche
Der Wirkungsbereich von HIS reicht über die enger definierte Strafjustizkette hinaus. Die HIS-Services haben beispielsweise auch Einfluss auf den gerichtspolizeilichen Teil der Polizei, aber nicht auf andere Polizeiaufgaben. Das Projekt Justitia 4.0 betrifft nicht nur den Rechtsverkehr und die Akteneinsicht im Strafrechtsbereich, sondern auch Zivil- und Verwaltungsgerichtsverfahren.
Beratung und Unterstützung
Beratungen
Haben Sie Fragen? Ob in der Ideenphase, während der Projektlaufzeit oder bei der Implementierung: HIS steht Ihnen bei jeder Etappe von Digitalisierungsprojekten in der Schweizer Strafjustiz mit Beratungen zur Seite.
HIS erstellt im Rahmen seiner definierten Grundleistungen auch Konzepte oder führt Studien zu Produkten durch, die für möglichst viele Stakeholder von Interesse sind. Sind diese erfolgreich, können daraus zukünftige Projekte und Services entstehen.
Die HIS-Community ist ein Informations- und Austauschgefäss zu aktuellen Digitalisierungsvorhaben in der Justiz. Mitglieder können hier ihr Netzwerk erweitern, sich über Lösungsansätze austauschen und mit anderen Spezialistinnen und Spezialisten diskutieren.
HIS Schweiz koordiniert verschiedene Arbeits- und Fachgruppen rund um die Digitalisierung der Strafjustiz. Sind Sie ebenfalls in der Strafjustizkette tätig und möchten sich in einer Arbeits- oder Fachgruppe einbringen?
Arbeiten Sie bei einer kantonalen Behörde und möchten sich mit anderen zusammentun? Unsere Allianz-Services helfen Interessengruppen ihre Kräfte zu bündeln – etwa beim Einsatz von neuen Technologien und Tools. Dadurch entstehen signifikante Vorteile bei der Umsetzung von gemeinsamen Projekten.
Informatik-Standards der Strafjustizkette (Sicap)
Standardisierung sorgt dafür, dass Schnittstellen verschiedener Fachanwendungen die gleiche Sprache sprechen. Sicap stellt solche Informatik-Standards zur Verfügung und hilft so, die Arbeit der Schweizer Justiz effizienter zu machen.
Das ISJV optimiert und automatisiert den Umgang mit statistischen Informationen im Schweizer Justizvollzug. Beispielsweise wird es so leichter, Personen rasch in passenden Justizvollzugsinstitutionen zu platzieren.
Die elektronische Justizvollzugsakte (eJVAkte)
Die digitalisierte Version derBehörden-, Insassen- und Vollzugsakten bildet die Grundlage für die digitale Transformation im Schweizer Justizvollzug. Sie führt zu mehr Effizienz, grösserer Flexibilität und verbesserter Nachhaltigkeit.
Durch den angepassten Polizeivertrag zwischen der Schweiz und Deutschland wird eine deutliche Zunahme internationaler Vollstreckungshilfeersuchen (VHE) erwartet. Diese werden derzeit noch papierbasiert übermittelt. Um diesen Prozess effizienter zu gestalten und langfristig zu digitalisieren, hat HIS das Projekt DIVHE für Busseninkasso lanciert.
Sammelabfrage-Service Personen (SASP) von Pflegekinderaufsichtspersonen
Pflegekinderaufsichtsbehörden müssen für Strafregisterauszüge aufwändige manuelle Anträge an die kantonalen Koordinationsstellen Strafregister (KOST) stellen. Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat HIS im Auftrag der Tribuna Allianz die Fachapplikation SASP entwickeln lassen.
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